Frankfurt am Main - Die Familie Mast sei neben dem SolarWorld-Gründer Frank Asbeck seit Dezember neu im Aktionärskreis der Bank, sagte Michael Schramm, persönlich haftender Gesellschafter von Hauck & Aufhäuser, der "Welt am Sonntag".
Die Bank habe in den vergangenen Monaten eine Reihe kleinerer Pakete von Alt-Gesellschaftern, vornehmlich aus Münchner Kreisen, zurückgekauft und diese Frank Asbeck und der Familie Mast angeboten, sagte Schramm. Die Anteile beider Neuaktionäre lägen in etwa in der gleichen Größenordnung. Asbeck hatte unlängst laut dem Bericht seinen Anteil mit neun Prozent beziffert.
Bank nun vollständig in Privatbesitz
Damit ist nach Angaben der Bank der knapp drei Jahre dauernde Umbau der Aktionärsstruktur abgeschlossen. Die Aufnahme eines weiteren Anteilseigners sei nicht geplant, sagte Schramm. Alle institutionellen Investoren wie die Bayern LB, der Versicherer Münchener Verein und die WWK Versicherung hätten ihre Anteile abgegeben. Hauck & Aufhäuser ist dem Bericht zufolge nun vollständig in Privatbesitz.
Hauck & Aufhäuser will laut Schramm in Absprache mit den neuen Besitzern die Umbruchphase in der Branche nutzen, um sich im Markt als unabhängiger Anbieter zu positionieren.
Dazu soll auch das Kapitalmarktgeschäft gestärkt werden. Ziel sei es, im Investmentbanking genauso Jahr für Jahr zweistellig zu wachsen wie im Privatkundengeschäft.
Den BayernLB-Anteil hatte der Hanauer Unternehmer Jürgen Heraeus gekauft, seit 2008 ist zudem der frühere Chef des Pharmakonzern Merck, Hans Joachim Langmann, beteiligt. Zum Eigentümerkreis gehören außerdem Dietrich von Boetticher, der Gründer des Fondshauses Kanam, und der Miteigentümer des Folienherstellers Renolit, Hansjakob Müller.
manager-magazin.de mit Material von dpa-afx
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